Meine aufregende Tantra Erfahrung und wie ich heute über Sex denke

Du hast dich von einer Prostituierten massieren lassen und schreibst noch darüber? Das war die Aussage von einem Kumpel. Es wird Zeit meine Tantra Erfahrungen ungeniert zu präsentieren, damit andere davon profitieren können.

Es heißt: Der erste Blick zweier Fremden gehört zu den aufregendsten Momenten im Leben. Noch aufregender wird es, sobald du dir vor Augen führst, dass du mit jener fremden Person bald splitternackt in einer LKW Ladung voll Mandelöl aufeinander liegen wird.

Tamara schüttelt mir die Hand. Wir lachen. Ich bin Gott dankbar für die Erfindung von Humor. Sie heißt mich in das Reich des Tantra willkommen. Ich staune über ihr junges Gesicht und frage mich, ob sie ernsthaft jünger als ich ist.

Sogleich ich diese Begegnung vor wenigen Tagen reflektiere wundere ich mich selbst über mein gelassenes Gemüt. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich die Nacht zuvor wenig geschlafen hatte. Mein Verstand war schlicht zu müde, um mich mit den Konsequenzen meines impulsiven Handels zu beschäftigen.

Doch bevor wir zu Öl und Ekstase kommen, erzähle ich über jene Nacht, die mich endgültig überzeugt hatte, Tantra auszuprobieren.

Eigentlich wollte ich an jenem Abend früh ins Bett. Auf dem Weg nach Hause von einer Veranstaltung in München verpasste ich meinen Ausstieg und landete am Augsburger Hauptbahnhof.

Ich mag es manche meiner Schludrigkeiten als göttliches Zeichen und als Aufforderung für Abenteuer zu deuten. Daher war ich neugierig, was die Nacht für mich bereithielt, kaufte ein Bier (was ich selten mache) und streifte zur Maxstraße (der Partymeile von Augsburg).

Das Wolfsrudel

Von einem Freund wusste ich, dass sich ein paar Leute aus der Schulzeit in einer Bar versammelt hatten. Ich versuchte mein Glück und ein Wolfsrudel. Trinkend, tobend und betrunken. Männer mit schweren Lederjacken. Nach hinten gegelten Haaren. Markante Kiefer. Dichte Bärte. Sie waren umgeben von schönen Frauen, die wie Monde um sie kreisten.

Ich setzte mich zu der illustren Gesellschaft und von der Stimmung mitgerissen trank ich ein weiteres Bier (okay, es war in Wahrheit ein Hugo Spritz).

Die Schnapsgläser türmten sich vor uns und mit ihnen stieg auch die Anzahl der Frauengeschichten. „Ich sag’s euch, die Kölner Mädels sind noch versauter als die Münchner. Und wie die vögeln!“ Sein letztes Wort übertönte die elektronischen Beats im Hintergrund.

Jedem mit funktionierendem Trommelfell dürfe klar sein, dass sich dieser Hüne seiner Sexualität nicht schämt. „Ich will ja niemandem mein größtes Talent vorenthalten“. Er zwinkert und die Teilnehmer der Runde lachen und heben synchron ihre Gläser.

Ich habe zu viele solcher Gespräche erlebt. Anhand der Reaktionen der Beteiligten kann ich herauslesen, wer länger kein Sex mehr hatte oder heimlich versuchte seine Unsicherheiten zu kaschieren. Ein schweifender Blick, ein kurzes Herunterziehen der Mundwinkel, ein zu lautes Lachen. Es ist überwältigend, sobald du hinter die Fassade blickst. Es gibt zwei Dinge, die uns Menschen vereinen: Das Streben nach Liebe und unsere Unsicherheiten auf dem Weg dorthin.

In einem günstigen Augenblick ging ich zu dem Bild von einem Mann und fragte ihn: „Hey, taugen diese One-Night-Stands wirklich? Ich habe bis jetzt immer gegenteilige Erfahrungen gemacht.“ Diese Frage ist entwaffnend, denn ich zeige dabei meine eigene Unsicherheit. Er musterte mich, lehnte sich zu mir und brummt: „80 % davon kannst du vergessen.“

Wie oft ich diese Aussage hörte. Ich frage mich langsam, wer aus meiner Generation One-Night-Stands wirklich genießt. Und dies aus den Mündern von attraktiven, selbstbewussten Männern und Frauen. Wie muss es dann erst für jene sein, deren Unsicherheiten wir hundert Meter gegen den Wind riechen?

Frauen, Frauen, Frauen und kein Bock

Nach der Bar gingen wir in einen Club, der vor jungen Frauen überquoll. Überall ebenmäßige Gesichter, mit schattierten Augen, für einen dramatischen Augenblick. Mit langen, gewellten Haaren und knappen Tops, die ihre Entbehrungen und Trainingseinheiten im Fitnessstudio zur Schau stellen.

Ein Paradies, möchten wir meinen.

Doch mich kotzte es an. Wozu das alles, wenn dermaßen viel Unsicherheit und Unverständnis zwischen Mann und Frau herrscht? Wenn selbst beim Sex, der größten Verbindung zweier Menschen, keine Verbundenheit entsteht?

In dieser Nacht hatte ich keine Lust eins dieser Mädels anzusprechen oder gar zu verführen. Wozu? Um mein Ego zu füttern?

Oft schaffe ich es in solchen Momenten, eine andere Sichtweise einzunehmen und verspüre dann einfach Freude, den Mädels ein Geschenk zu machen.

Viele Männer haben keine Ahnung, wie sehr ihre Aufmerksamkeit eine Frau zum erblühen lässt. Sie sind zu sehr mit der Frage beschäftigt: „Mag sie mich?“, sodass sie mit ihren Komplimenten knausern, um nicht irgendeinen eingebildeten Wert zu verlieren. Ihre Unsicherheit hindert sie daran, das zu tun, was Männer am Besten können: Liebe zu verbreiten.

Doch ich hatte zu viel getrunken, um noch einen auf Great Gatsby zu machen. Daher tanzte ich, bis die Wolken wieder lila wurden und entschied mich auf das Taxi zu verzichten und lieber zu Fuß nach Hause zu laufen.

Ich nutzte den halben Mammutmarsch, um den Abend zu reflektieren. Mein Herz sehnte sich nach Verbundenheit. Nach Verschmelzung und nicht mehr nach einem Akt, der eventuell damit gerechtfertigt ist, sein Selbstwert  zu verteidigen.

Ich wünsche mir, dass Sex unsere Wunden heilt und nicht weiter aufreißt. Uns öffnet und nicht verschließt. Mehr Sicherheit schafft und unsere Verletzbarkeit ehrt. Etwas bedeutet und einfach Spaß macht.

Insbesondere in der heutigen Zeit, in der dir jedes zweite Mädel auf Instagram ihren, in Griechenland gebräunten Hintern entgegenstreckt, braucht es mehr dieser wahren Begegnungen. Meine Generation Y(ouporn) sieht diese Models und kommt nicht auf die Idee, dass auch sie sich oft verloren fühlen. Das auch sie, sie mit diesen Körpern unsicher und verletzlich sind, wenn die Schlafzimmertür hinter ihnen geschlossen wird.

Ich schwor den Sternen, mein Verständnis von Sex zu vertiefen und darüber zu schreiben – auch wenn ich keine Lust habe, zu einem Gesprächsthema in meiner Kleinstadt zu werden.

Am nächsten Morgen googelte ich „Tantra Augsburg“, recherchierte vielleicht zehn Minuten und schrieb eine Mail. Zwei Stunden später kam der Anruf, und eine nette, einfühlsame Stimmte bot mir eine Massage am selben Abend an.

Keinerlei Tantra Erfahrungen

Warum ich mich Freigeist nenne?

Weil ich grenzenlos naiv bin. Ich habe mir nicht ein Video über Tantra angeschaut. Ich habe zwar irgendwann mal mit einem Kumpel aus Berlin darüber gesprochen, aber ehrlich gesagt, hatte ich keine Ahnung was mich erwarten würde.

Ich wusste, dass die Tantra Lehren, Sex als etwas zutiefst spirituelles, gar Heiliges betrachten. Jene Werte, die ich in den Medien und den Geschichten meiner Freunde vermisse.

Ich glaube für viele, insbesondere für Frauen, ist dieses impulsive Verhalten undenkbar. Tamara, die Tantra Masseurin, meinte nach der Massage zu mir, dass zehn Prozent ihrer Kunden Frauen wären. Sie erzählte, dass sie für das  Thema Sex früh offen war und polyamore Beziehungen geführt hatte. Doch erst bei der Berührung mit Tantra, erkannte sie, dass selbst bei ihr viel Scham unter der Haut lag.

Sie würde sich wünschen, wenn mehr Frauen ihre Weiblichkeit und die Fähigkeit Liebe anzunehmen, in der sicheren Umgebung von professionellen Masseuren, fördern würden.

Dem Termin habe ich zugesagt. Sobald Dinge dermaßen schnell ins Laufen kommen, deute ich dies als ein positives Zeichen. Als würde sich das Universum an den Kopf langen und stöhnen: „Ja, endlich. Der Bub macht mich ganz kirre“.

Ich lag den Hörer auf und verdrängte. “Ich werde mich ganz sicher nicht von einer Massage verrückt machen lassen. Ist doch Kindergarten. Easy. Tzz, nackt sein vor einer Fremden. Auch nicht anders wie beim Schwimmengehen.”

Dies erzähle ich meinem Verstand und versuchte es als alltägliche Erfahrung abzustempeln. Wer weiß, vielleicht wird Tantra wirklich mal in meinem und vielen anderen Leben eine größere Rolle spielen…

Meine kindliche Naivität bewahrte mich davor, einen Rückzieher zu machen. Denn nie hätte ich gedacht, dass diese Erfahrung mein Denken und Sein in dem Maßen verändern würde…

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Im Tantra geht es um die reale Erfahrung von Ekstase, um Ekstase als Ursprung und Quelle allen Seins, das Wesen aller Dinge. – Thelma Björk

Der Massageraum ist in ein warmes, oranges Licht gehüllt. Trommeln und indianische Gesänge sind im Hintergrund zu hören. Wahrscheinlich heißt die Platte „Deep sexy chillout“.

Die Decke ist mit Stuck verziert und Straußenfedern stecken in einer Vase, die Cleopatra für ihre Milchbäder benutzt haben könnte.

Eine dicke Buddha-Figur sitzt in der Ecke und lächelt mir entgegen: „Ganz ruhig, junger Grashüpfer. Die Welt ist eine Illusion, gebaut aus Liebe. Dir kann nichts passieren.“ Ich erwidere ihm: „Warum lehnen dann viele Religionen Sex ab und sehen es als Hindernis auf dem Weg zur spirituellen Reife? Als etwas Verdorbenes? In der Lust verteufelt wird? Auch der Buddhismus, mein Lieber.“

Der Buddha lächelt gelassen – wahrscheinlich über meine Unwissenheit.

Was ist Tantra?

Tamara kommt mit einem Stapel Blätter zurück. „Ist das eine Rechteabtretung? Was hast du mit mir vor?“, frage ich sie. Sie lacht. Wir setzen uns hin und sie bietet mir ein Stück Schokolade an. Danach gehen wir den Fragebogen durch: Welchen Druck ich in der Massage bevorzuge, ob ich Tantra zuvor mal ausprobiert hatte, wo meine Grenzen sind und warum ich hier bin.

„Ich möchte mehr über meine Sexualität erfahren. Ganz unschuldig. Naiv. Kindlich. Mit Spiel und Spannung. Der Göttin Tara die Hand schütteln. Weißt du?“

Sie lacht. Ich frage sie, was andere für Motive haben.

„Viele kommen aus dem Bedürfnis nach Nähe. Dem Wunsch, wirklich gesehen und wertgeschätzt zu werden. Denn in der Tantra-Massage wird der ganze Körper in vollkommener Achtsamkeit und Sensibilität berührt. Diese liebevolle und urteilsfreie Aufmerksamkeit zu bekommen, ist für viele erstmal schwer anzunehmen (das werde ich auch noch an diesem Abend erfahren). Doch dies zu lernen, ist heilsam für Körper und Geist. Das ist auch der Unterschied zu erotischen Massagen. Tantriker legen Wert auf Achtsamkeit, Respekt und Liebe.“

Tamara fährt fort. „Andere kommen, weil sie wieder Lust empfinden möchten. Sie weigern sich nicht nur zu funktionieren. Sie begehren ihre Essenz. Im Tantra setzen wir sexuelle Kraft mit göttlicher Kraft gleich. Sie ist der Ursprung, aus dem wir entstehen und der uns unser Leben lang durchdringt. In der Massage lernt der Massierte sich in die Lust fallen zu lassen – über die Grenzen der Massageräume hinaus. Bis sexuelle Lust zur Lebenslust wird.“

Sie seufzt. „Unbemerkt hat sich eine subtile Körper- und Lustfeindlichkeit in unserer Gesellschaft eingeschlichen.“

Osho sagt dazu: „Keine andere Religion vertraut deinem Körper. Und wenn Religionen kein Vertrauen in deinen Körper haben, erzeugen sie eine Spaltung zwischen dir und deinem Körper. Sie machen deinen Körper zum Feind und zerstören seine innewohnende Weisheit.“

Meine These ist, dass viele von uns, paradoxerweise durch die Flut an Pornographie und „Aufklärung“ sexuell verunsichert sind. Verunsicherung schlägt um in Verteidigung und Isolation. Bei Kids ist es „uncool“ geworden, Lust zu zeigen.

Darüber zu reden, wie wichtig einem Nähe ist und dass wir oft einfach in den Arm genommen werden möchte. Die Helden auf den Bildschirmen sind z. B. Männer, die nichts und niemanden brauchen. Jene, die erhaben sind über den Wunsch nach Zärtlichkeit. Sie brauchen einzig ein Schwert und einen Feind. Das sehen Zwölfjährige.

Wie eine Tantra Massage abläuft

„Noch eine Sache: Während der Massage bist du rein passiv. Du berührst nicht. Überlasse die Leitung deinem Körper, nicht deinem Kopf“.

Ich nicke. Das ist etwas vollkommen anderes für mich, weil ich als Mann ständig gesagt bekomme, dass ich der aktive Part bin. Sie gibt mir einen Kimono in die Hand und zeigt mir, wo die Dusche ist.

In dem Bad tänzeln Kerzenflammen und es riecht nach Vanille. Der Strahl des tellergroßen Regenduschkopfs ist angenehm. Ich singe fröhlich „Time to Say Goodbye“ von Andrea Bocelli und frage mich, ob nicht ein Teil in mir doch lieber gehen möchte.

Der letzte Blick in den Spiegel. Ich komme mir vor wie Eminem vor seinem entscheidenden Rapbattle. „One Shot, one opportunity. Would you capture it, or just let it slip?“ Ich muss darüber lachen, wie mein Ego versucht eine wohltuende Massage dermaßen aufzublasen.

Einatmen. Ein Lächeln. Ein Schritt raus aus dem Bad und zurück in den Massageraum. Es geht los.

I. Wertschätzende Begrüßung

Sie steht in einem Sarong gehüllt vor der Massagebank. Ich stelle mich ihr gegenüber und sie fasst meine Hände. Wir schließen die Augen. Ohne Absprache beginnen wir im gleichen, langsam Tempo zu atmen.

„Halte deine Augen geschlossen“, flüstert sie mir zu. Sie löst ihre Hände und schmiegt sich an mich. Ich wage nicht, ein Wort zu sagen oder einen Finger zu bewegen. Ich erstarre zu einer sexy Salzsäule. Sie nimmt mich in den Arm und schenkt mir Wärme und Geborgenheit.

Mit einer sinnlichen Bewegung streift sie mir den Kimono von meinen Schultern. Dabei streichelt sie zärtlich meinen Körper und geht langsam um mich herum. Sie webt einen Faden aus Glück um mich.

Während sie über meine Haut streicht, wünscht sie mir Erfolg, Gesundheit und Liebe. Danach macht sie etwas, dass sich tief in mein Bewusstsein eingebrannt hat. Eine kleine, in Vergessenheit geratene Geste: Sie kniet sich vor mir hin und ehrt meinen Körper und meine Männlichkeit.

Ein Teil von mir möchte ihr sofort wieder aufhelfen. Doch ein anderer Teil in mir wusste, dass ich dies annehmen darf. Ich atmete tief ein und meine Brust füllt sich mit Dankbarkeit.

Wenn sich zwei Menschen vor dem Sex in solcher aufrichtigen Ehrerbietung begegnen würden… wie viele Ängste und Unsicherheiten würden sofort verfliegen?

II. Die eigentliche Tantra-Massage

Sie sagt mir, dass ich mich jetzt auf die Massagebank legen kann. Ich wünsche, wir hätten dieses Begrüßungsritual noch länger gemacht. Ich lege mich auf den Bauch. Sie massiert, streichelt, ihre Fingerspitzen tänzeln auf meinem Rücken. Auch die Straußenfeder stand nicht bloß zur Deko in der Vase. Das Mandelöl riecht lecker und das Trommel- und Flötenspiel trägt mich in eine Welt voller Entspannung.

Jedoch denke ich mir nach einer Zeit: Das soll es sein? Dafür den Aufruhr? Mein kontrollbedürftiger Teil ist mal wieder ungeduldig.

Dies ist meine persönliche Herausforderung: Ich versuche präsent zu sein. Nicht zu kontrollieren. Nichts voranzutreiben, wie ich es in meinem Beruf oder im Sport gewohnt bin. Einfach Yin sein.

Dies ist, was ich später im Interview mit den Tantra-Experten verstanden habe: Präsenz und damit auch die Erlaubnis geschehen zu lassen, ist ein Schlüssel für erfüllten Sex (im Kontrast dazu das wilde Rammeln von Pornodarstellern – was auch in Ordnung ist, aber eine wichtige Seite von Sex nicht zeigt).

Tamara flüstert mir zu, dass ich mich umdrehen kann. Die ganze Massage ist fließend, ohne Unterbrechung. Eine Hand ruht immer auf meinem Körper, damit ein unsichtbares Band nicht abreißt. Ich fühle mich geliebt. Wie ein Kind, das nie in seinem Leben etwas Schlimmes angestellt hat.

In dem Moment wird mir klar, dass die Hände eines einfühlsamen, liebe-vollen Masseurs mehr bewirken können als tausend Worte und positive Affirmationen.

„In der Tantra-Massage geht es nicht darum zu erregen, sondern in befreiender und entspannter Absichtslosigkeit zu berühren.“

Tantriker wertschätzen den gesamten Körpertempel – auch die Genitalien. Doch jede Berührung ist absichtslos. Ohne Ziel, ohne Druck. Es muss nichts erreicht werden. In jeder Brigitte und Men’s Health steht, dass der Orgasmus nie das Ziel sein sollte.

Nach meiner Erfahrung koppeln wir unseren Selbstwert an die Fähigkeit, ob wir unseren Partner zum Orgasmus bringen können. Dadurch werden die Berührungen zielgerichtet. Es soll etwas passieren. Wie Annika Fischer schreibt: „OrgasMUSS“.

Der Supergau passiert dann, wenn Mann keinen Hoch bekommt. Nicht weil er die Partnerin nicht attraktiv findet. In seiner ganzen Scham kann er nicht artikulieren, dass sie nie neben ihm liegen würde, wenn er sie nicht attraktiv fände. Kein Bauchspeck, falsches Wort oder unterschiedlich große Brüste sind schuld, sondern mentaler Druck (und übermäßiger Pornokonsum).

Sie setzt sich im Scherensitz zu mir. Ihre Beine sind nun an meine Hüfte gepresst. Die Massage wird intensiver. Die meiste Zeit halte ich meine Augen geschlossen. Nun blinzle ich und sehe, wie Tamara mit geschlossenen Augen in ihren Bewegungen versunken ist.

Einmal zuvor habe ich es erlebt, dass eine Frau beim Sex oder während der Massage, derart in ihrer Weiblichkeit erblüht. Es genießt zu geben. In Trance ist und sich leiten lässt. Diesen Augenblick wird Mann nie vergessen. Es berührt uns tief in unserem Sein und lässt uns auf ewig nach jenen Frauen dürsten, die ihre Weiblichkeit ehren. In diesem Moment wurde mir klar, dass Tamara genauso viel Freude hat zu geben und dass ich ihr allein zurückgeben kann, wenn ich mich öffne. Mich hingebe und mich meiner Lust nicht schäme.

Meine Finger krallen sich in ihre Oberschenkel. Tamara ist mit meinem Körper geistig in solchem Ausmaß verbunden, dass sie jedes Mal kurz vor vor der Überquerung des Rubikons stoppt. Daraufhin leitet sie die Energie in alle Bereiche meines Körpers.

Es fühlt sich an, als wäre mein Körper eine Glühbirne, durch die nun tausend Volt schießen. Ich versuche diese Energie zu halten, präsent zu bleiben und nicht ohnmächtig zu werden. Meine Arme werden taub und mein Körper zittert. Ich stöhne und schäme mich nicht dafür.

Als wäre ich alleine auf dieser Welt und außer mir gäbe es niemanden, der bewerten könnte. Ich lerne, mit meinen Empfindungen im Reinen zu sein. Spaß daran zu haben, dass ich wie ein angeschossener Elchhirsch klinge.

Bei der Tantra-Massage kommt es zum Orgasmus oder nicht. Ich komme und liege danach noch zehn Minuten auf der Massageliege und schwebe in anderen Sphären. Ich fühle mich nicht erschöpft, sondern losgelöst. Angekommen. Und habe hunger. 

Danach dusche ich im Champagnerbad der Sinne und spreche noch bestimmt eine Stunde mit Tamara. Es entsteht ein herzliches, offenes Gespräch über die natürlichste Sache der Welt. Wir lachen und umarmen uns zum Abschied. Danach schreibe ich eine Nachricht an einem Freund: „Rate mal, was ich heute Abend gemacht habe“ :D

III. Reflexion

Es hört sich vielleicht komisch an, doch an diesem Abend bin ich zum Mann gereift. Wir haben keine Rituale mehr, durch die wir zum Mann erklärt werden. Vorbei sind die Zeiten, in denen wir mit einem  Zahnstocher bewaffnet in der Wildnis einen Bären erlegten. Daher wissen wir nicht, ob wir noch Jugendliche, junge Männer oder echte Männer sind. 

Ich habe mich getraut, etwas zu erleben, vor dem viele aus lauter Vorurteilen zurück schrecken. Mich einer fremden Person geöffnet. Zu meinen Sehnsüchten und Wünschen gestanden und gehandelt.

Vielleicht hat der dicke Buddha Recht. Am Ende ist das Leben doch ein Traum und wir haben nichts zu befürchten.


Ein großes Dankeschön an:

Wolf Schneider  – Autor von „Tantra – Spiel der Liebe“ und Gründer von connection

OWK Edgar Hofer  – Autor von „Tantrischer Erleuchtung (Sex, Drugs and Meditation)

Christopher Gottwald – Sexological Bodywork, Polyamorie 

Annika Fischer  – Coach für Selbstverwirklichung und erfüllte Beziehungen

Titel: „Meine aufregende Tantra Erfahrung

Autor und Copyright: Fabian Ries

Datum: 13.November 2016

Titelbild: ©Lime Bug Bild©Janaina Saraiva Estética Integrada

Diese Geschichte darf ohne Zustimmung nicht kopiert und veröffentlicht werden.

Meine aufregende Tantra Erfahrung und wie ich heute über Sex denke
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2017-10-13T16:21:53+00:00

51 Kommentare

  1. Schlafzimmer 28. Dezember 2017 um 16:17 Uhr - Antworten

    Hi und gleich ein großes Dankeschön Fabian! :)
    Super Beitrag :)

  2. Volkan 26. Oktober 2017 um 12:37 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian Freigeist,

    auf der Suche nach Erfahrungsberichten von Frauen, die über die absichtslose Berührung durch einen Mann der das Tantrische Massage-Ritual zelebriert berichten, fand ich deinen Artikel.

    Ich war sehr erstaunt, in Dir einen wirklichen Freigeist und Seelenverwandten kennen zulernen.
    Ich bin 40 und möchte auch Menschen auf ihrem Weg begleiten, ein Leben nach ihrem Herzen zu führen. Gerade das Thema Sexualität und Liebe liegt mir sehr am Herzen. Und das Du jetzt Deine Berührung mit heilender Tantra Massage mit uns teilst, finde ich ganz besonders schön. Vor allem die emotionale Resonanz die man in den Kommentaren der Frauen zu Deinem Artikel herauslesen kann, hat mich zu meinem eigenen Projekt beflügelt! Da meine eigenen Erfahrungen hier zu lang währen, könnt Ihr Sie gerne nachlesen.

    Vielleicht kann ich, mit meiner eigenen Geschichte, Frauen dabei unterstützen einige Ihrer Zweifel zu beseitigen.
    Ich freue mich bereits auf weitere Erfahrungsberichte und würde mir wünschen, das sich auch Frauen trauen über Ihre Erlebnisse zu Berichten. Fühle Dich umarmt und bedankt für Deine immer wieder inspirierenden Geschichten.

    Von Herzen Volkan

  3. Sandra Gamnitzer 20. Oktober 2017 um 20:40 Uhr - Antworten

    Ich fand es auch faszinierend.
    Man hat den Eindruck, dass man selbst mit dabei ist
    und man hat auch die Gefühle, die beschrieben werden.
    Freue mich auf die Fortsetzung.
    Vielen ank Fabian !!

  4. Andy 5. Oktober 2017 um 13:40 Uhr - Antworten

    Wirklich spannender Beitrag. Irgendwie hat man aber doch eine gewisse Hemmschwelle. Hast Du Dir Gedanken über Hygiene, Sicherheit usw. gemacht?

  5. Valerij 4. Oktober 2017 um 2:33 Uhr - Antworten

    Sehr geil geschrieben. DANKE 🖤🖤

  6. Mira 24. September 2017 um 21:09 Uhr - Antworten

    Hallo Fabian, vielen Dank, dass du dein Erlebnis hier mit uns teilst. Erfreulich anders und von mir sehr gerne gelesen.
    Du schreibst oben davon, wenn „Mann keinen hoch bekommt“ – das läge an mentalem Druck und übermäßigem Pornokonsum. Hast du da vielleicht weitere Quellen für? Herzlichen Dank! :-)

    • Fabian Ries 25. September 2017 um 19:55 Uhr - Antworten

      Hi Mira, wie gut ist dein Englisch? Dann kann ich dir diesen Artikel empfehlen: http://omooni.com/blog/premature-ejaculation-guide/
      Interessanterweise ist Pornosucht ein riesen Thema in Deutschland. Hier gibt es ein Ted Talk dazu: https://www.youtube.com/watch?v=wSF82AwSDiU (die Wissenschaftler hatten Probleme eine Studie mit einer Kontrollgruppe an Nicht-Pornoguckern zu bilden, weil sie keine Studienteilnehmer fanden…

      Über mentaler Druck: big topic. In einer Gesellschaft, die jeden Tag mit Sex bombadiert wird, glauben auf einmal alle, dass sie von Anfang an den Bogen raus haben müssten. Männer sind schlecht darin ihre Schwächen mit anderen zu teilen, insbesondere wenn es um Sex geht. Vielleicht schreibe ich mal über das Thema. :)

      • MIra 27. September 2017 um 22:48 Uhr - Antworten

        Hey super, vielen Dank, Fabian. Was ein Glück, dass ich hier gerade mal reingeschaut habe, um zu sehen, ob du vielleicht geantwortet hast. Werde mir die beiden Referenzen mal „einverleiben“.

        Herzliche Grüße! :-)

  7. Kris 15. April 2017 um 7:36 Uhr - Antworten

    Ich weiss nicht, ob ich die Einzige bin die einen kritischen Kommentar auf diesen Artikel abgegeben hat. Die Tatsache, dass du meinen Kommentar nicht veröffentlicht hast zeugt nicht gerade von „Freigeist“. Für mich hast du deine Glaubwürdigkeit verloren.

    • Fabian Freigeist 15. April 2017 um 9:49 Uhr - Antworten

      Dein Kommentar, dass dies einfach nur Prostitution ist, wurde am 28.12.2016 um 19:12 genehmigt. Einfach bisschen scrollen. Aber ganz ehrlich: Mit dir möchte ich auch in keiner Beziehung stehen. Auch nicht als Autor-Leser. Also ist es mir egal, ob ich irgendwas bei dir verloren habe. Dafür gibt es einfach zu viele einfühlsame Leser, die dieser Text geholfen hat.

  8. Anja 12. April 2017 um 9:30 Uhr - Antworten

    Hallo Fabian,
    ich habe schon sehr viel von Tantra gehört, würde es auch total gerne mal ausprobieren, aber mich hält die Angst davon ab. Noch nicht mal unbedingt von den Berührungen (auch wenn sie intimer als bei einer normalen Massage sind). Irgendwie hab ich das Gefühl mir käufliche Lust zu kaufen. Was sicher total falsch gedacht ist und auch den Masseuren nicht gerecht wird.
    Auch wenn die mich komisch anschauen würden (was bestimmt gar nicht so ist), ich würde die Masseurin (Masseur) höchstwahrscheinlich nie wiedersehen, daher könnte es mir total egal sein.
    Also kann es ja nur die Angst vor meinen eigenen Gefühlen sein. Traurig, oder?
    Vielen Dank für deine Offenheit
    Herzliche Grüße
    Anja

  9. Inalo90 28. Februar 2017 um 15:40 Uhr - Antworten

    Tantra hat wirklich das Zeug dazu, Leben zu verändern und uns in die Realität zu holen. Vielen Dank für deine offenen Worte zu deiner Tantramassage und deinen Erfahrungen. Ich finde es toll, wenn Tantra Menschen dazu bringt, sich und ihre Gefühle wahrzunehmen und zu akzeptieren.

  10. Heike 11. Februar 2017 um 15:14 Uhr - Antworten

    Hi Fabian! Dein Text ist einfach WOW! Ich interessiere mich schon sehr lange für Tantra, bin in diese Richtung aber nie aktiv geworden. Vor kurzem hat Tantra mich thematisch wiedergefunden. Du hast das so authentisch und einfühlsam beschrieben als wäre man dabei gewesen. Danke, dass du dieses Erlebnis geteilt hast! Und ja, mich hat dein Erlebnis sehr inspiriert:)

  11. angelika 22. Januar 2017 um 18:02 Uhr - Antworten

    JA – danke DIR, Fabian für’s berichten – offen und ehrlich, sachlich korrekt!
    Gefällt mir!
    Schön, dass Du mithelfen willst, echtes Verständnis in dieses essentielle Thema des Lebens zu bringen:
    wonach sehnen WIR uns wirklich?
    was ist Sex, was Erotik, was ist Liebe???
    einfach sein können – ohne Wertung, weder durch innere Gedankenblockaden noch durch äussere Einflüsse blockiert –
    absichtslos berühren und berührt werden, durch Worte, Gedanken, Taten, im Körperkontakt
    – den anderen wirklich wahr-nehmen – bedingungslos annehmen und angenommen SEIN
    was für ein Geschenk! – großartiger Augenblick
    Ekstase pur – authentischer Lebenssinn
    EIN-FACH
    LIEBE
    Lieber Fabian,
    ich wünsche DIR Glück und Erfolg beim geistigen Freilegen diese Themas und der Verbreitung Deiner Gedanken dazu,
    Angelika

  12. Jordan 18. Januar 2017 um 15:21 Uhr - Antworten

    Wunderschöner Artikel!! Hab ich durch Zufall entdeckt, ohne zu suchen … Wie es wohl sein soll :) Danke dafür!!
    Schön, dass es noch Männer gibt, die so über Sex denken!

    Viele liebe und herzliche Grüße

  13. Tobias 15. Januar 2017 um 20:13 Uhr - Antworten

    Hallo Fabian

    Deine Schreibe ist sehr offen und ehrlich, das gefällt mir.
    Vielleicht können wir auch in Zukunft mal etwas diesbezüglich gemeinsam aushecken.

    Ich selbst bin Sylvester 98/99 bald wie die Jungfrau zum Kinde zu Tantra geraten. Seit dieser Zeit begleitet mich der tantrische Weg.

    Was du beschreibst sind Elemente aus dem roten westlichen tantrischen Weg. Tantramassage und Tantra sind nicht eine Einheit.
    Der tantrische Weg ist in meiner Welt auch keine Religion sondern eine Lebenspraxis.

    Die für mich stimmigste Definition des Tantra fusst auf den 2 aus dem sanskrit stammenden Sylben

    tan und tra

    Tan steht da für expanding conciousness und tra for inner freedom.
    Das sich entwickelnde Bewusstsein hin zu Ankommen im Jetzt.

    Genau so erlebe ich jede tantrische Begegnung und den tantrischen Weg an sich.
    Wir kommen immer mehr an im Moment des Jetzt.

    Nur im Jetzt sind Gefühle präsent. In jedem anderen Moment ist es eher ein hörensagen von etwas.

    Auch das zeichnet deine Schreibe aus. Sie vermittelt wie dich die tantrischen Aspekte von Achtsamkeit, Zeit, Spielfreude,
    Entspannung, alles darf sein, und ihrer achsamen liebevollen Präsenz aus dem Kopf ins Gefühl abgeholt haben.

    Ein zutiefst beglückender Weg.

    Herzliche Grüße
    Tobias

    http://www.resonanz4live.tv

  14. Silke 5. Januar 2017 um 20:16 Uhr - Antworten

    Zwischen zwei Menschen, Tantra hast Du sehr tiefgründig beschrieben.Mir gefällt es deine Worte in Bildern zu sehen. Oft beschreiben die Menschen sehr gegenständlich, distanziert. Du schreibst anderes, mit vielen Botschaften.Die Geschichte zeigt, was es bedeutet, zusammen zu fühlen, zu wertzuschätzen. Eine schöne Reise der Gefühle, dass was es wirklich ausmacht. Mehr.Danke.

  15. Kris 28. Dezember 2016 um 19:12 Uhr - Antworten

    Nenne es wie du willst, aber das ist Prostitution.

  16. Manuel von Move Meta 15. November 2016 um 12:23 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian,

    ich danke dir für diesen sehr offenen Artikel. Es war ein Genuss, mit dir im Geiste dort gewesen sein zu dürfen. Das konnte ich nur, weil du so aufrichtig teilst, was du erlebt hast. Meine Hochachtung!

    Was du beschreibst, klingt für mich nach einer tief verbundenen Erfahrung. Du schilderst, wie du dich ganz auf diese Frau eingelassen hast, und sie sich dir hingegeben hat. Das liest sich für mich, als wäre der Rahmen um eure Begegnung die bedingungslose Liebe gewesen – „Du bist gut, so wie du bist.“ Du weißt, welchen Wert dieser Satz für mich hat.

    Nun wissen wir aber sicher beide, dass Liebe nur geschenkt werden kann. Ich kann eben nicht in einen Laden gehen, meinen Geldbeutel herausholen und mir einen großen Sack Liebe kaufen. Liebe ist keine Sache, sondern eine innere Haltung und eine Botschaft, die mir vollkommen aufrichtig geschenkt werden muss, ohne vorher oder nachher jegliche Bedingung dafür aufzustellen. Ansonsten ist es keine Liebe, sondern Leistung und Gegenleistung.

    Bevor Tamara dir nun in ihrer Hingabe und Weiblichkeit begegnet ist, habt ihr gewiss einen Preis dafür ausgemacht (falls das anders war, wäre der Rest meines Kommentars hinfällig). Der äußerste Rahmen eurer Begegnung war demzufolge eben nicht „Du bist gut, so wie du bist“, sondern „Du bist gut, so wie du bist, sobald du mich dafür bezahlst.“ Was sie dir gegeben hat, war eben kein Geschenk der Liebe, sondern in letzter Konsequenz eine Dienstleistung. Hättest du nicht bezahlt, hätte sie dir nicht ihre Zeit gewidmet, und dann hättest du nicht erleben können, was du mit ihr erlebt hast.

    Dieser Frau zu begegnen, war für dich eine tief berührende Erfahrung, das glaube ich sofort. Doch auf einer noch tieferen, der tiefsten Ebene deiner Persönlichkeit muss das den folgenden Glaubenssatz sogar noch bestärkt haben: „Ich bin nicht gut, so wie ich bin. Ich bin nur dann gut, wenn ich dafür bezahlen kann.“ Du hast mit Tamara gelernt, dass du dich zwar gut fühlen kannst, aber nur innerhalb der Logik, des Systems und der Herrschaft des Geldes, der Macht, der Trennung.

    Ultimativ hast du also von Tamara gelernt: Du bist nicht liebenswert, weil du *bist*, sondern weil du *hast*. Du bist so viel wert, wie du besitzt. Und wenn du keine Materie zu geben hast, verdienst du auch keine Aufmerksamkeit, keine Hingabe, keine Liebe. Also: „Dein nacktes Ich ist es nicht wert, bedingungslos geliebt zu werden.“

    Was sagst du dazu? Ich weiß, das ist eine radikale Schlussfolgerung – die ich allerdings lediglich abgeleitet habe aus dem Axiom, dass Liebe bedingungslos ist. Ich würde mich freuen, darüber mit dir zu philosophieren. Und noch einmal: Danke für diesen Artikel, der uns diese Erörterung überhaupt erst ermöglicht.

    Alles Liebe
    Manuel

  17. Martina 14. November 2016 um 19:06 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian!
    Danke, danke, danke, dass du mich /uns teilhaben lässt an deiner Erfahrung in einem so achtsamen, fast schon ehrfürchtigen. (…nur was gibt es zu fürchten 😁) Schreibstil und Wortwahl…Ich finde da ist dir was ganz großartiges gelungen 🤗 und du hast in mir die Lust geweckt auf Tantra, für mich, meine Partnerschaft, DANKE, fühl dich umarmt 😘

  18. Sebastian 9. November 2016 um 21:24 Uhr - Antworten

    Hallo Fabian,

    voll schön, dass du den Schritt gemacht hast.
    Ich bin gespannt, gleich im zweiten Teil zu lesen, wie es für dich war.

    Und schön, dass du darüber offen schreibst – genau so ist es richtig.

    Lasst uns gegenseitig dazu motivieren uns aus zu leben.

    Grüße vom Kumpel aus Berlin

  19. Ben 9. Oktober 2016 um 23:06 Uhr - Antworten

    Der Artikel ist wunderbar! Ich freue mich mega auf den zweiten Teil!

  20. Silke 6. Oktober 2016 um 11:01 Uhr - Antworten

    Hallo liebe Fabian,

    Vielen Dank für deinen Artikel, der mich sehr angesprochen hat, vor allem da ich aus der gleichen Kleinstadt komme, wie du und ich als Frau letztes Jahr auch diesen Versuch gestartet hatte und mich einer Tantramassage hingegeben habe. Mein Beweggrund war eine Sexualität zu erfahren, die selbstbestimmt ist und meinen Körper als was Heiliges warzunehmen und nicht als Objekt. Ich hatte so viel Missverständnisse und Schmerz in mir und wie du eine große Sehnsucht nach Verbundheit und Heilung. Es war eine sehr schöne Erfahrung…aber was für mich das Wichtigste war, war mein Mut und die Selbstliebe, die ich für mich gezeigt habe. Ganz besonders, als ich andren Frauen davon berichtete und sie dadurch sehr inspirieren und ermutigen konnte. Es war nicht nur Heilung für mich auch für mein Umfeld…!
    Viele liebe Grüße
    Silke

  21. Amelie 5. Oktober 2016 um 9:04 Uhr - Antworten

    Super Fabian der erste Teil! Danke das Du so offen über Deinen Weg und Deine Beweggründe schreibst. Ich weiß was Du meinst: Sex ist nur noch eine Sache und teilweise eine Trophäenjagd über die man sich identifiziert. Leider ist von einer wirklichen Vereinigung zweier Menschen selten noch etwas zu spüren. Dabei wäre das wirklich etwas erlösendes, befreiendes und beflügelndes! Da ich, genau wie Du, in einer bayerischen Kleinstadt wohne kann ich Deine Ängste darüber zu schreiben nachvollziehen! Bei mir gibt es leider in der Nähe keinerlei Tantra Angebote, sonst könnte ich Dir die weibliche Seite erzählen. Ich freue mich auf jeden Fall auf Deinen zweiten Teil, bedanke mich für Deinen Mut und wünsche Dir von ganzem Herzen alles erdenklich Gute :-) Drück Dich

  22. Anonymous 4. Oktober 2016 um 21:21 Uhr - Antworten

    Hallo Fabian ! Ich finde es mutig , dass du über dieses Erlebnis schreibst. Tantra geht mir auch schon länger „im Kopf rum“ . Ich hab mich im Netz „schlau“ gemacht, hab geschaut wo es in meiner Stadt Tantrastudios gibt – aber ich hab es bis jetzt nicht geschafft, die Idee in die Tat umzusetzen… Ich bin gespannt auf deine Erfahrung – vielleicht bringt es mich ein Stück weiter…

  23. Maria Schwab 4. Oktober 2016 um 11:53 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian,
    bin wie so viele hier auch sehr berührt was du schreibst und wie du schreibst ist wunderbar. Das Thema Tantra beschäftigt auch mich seit einem Jahr und kann bisher nur sehr positiv davon berichten. Zum Glück durfte ich eine Massage genießen bei der ich absolutes Vertrauen empfangen durfte. Würde dir diese Adresse gerne weiter empfehlen, weiß nur nicht ob das hier der richtige Ort dazu ist. Er ist recht aktiv in der Tantra „Szene“
    Würde mir sehr wünschen dass die jungen Menschen mit diesem Thema vertraut werden. Glaube hierzu sind wir (älteren, bzw. Eltern) in der Pflicht dies zu tun. Wir müssen darüber sprechen, egal ob unter vier Augen oder öffentlich. Wir reden hier ja nicht um das sinnlose rumvögeln sondern von Wertschätzung, Achtsamkeit, Respekt, Nähe und Liebe. Wovor haben wir eigentlich Angst? Durfte bisher nur positives Feedback auf dieses Thema erleben, im schlimmsten Fall war schweigen und zu hören.
    Wünsche dir viel Erfolg und bereichernde Momente auf deinem Weg.
    LG
    Maria

  24. Chrissie 4. Oktober 2016 um 10:17 Uhr - Antworten

    Hallo Fabian,
    Ich danke Dir von Herzen für diesen mutigen Bericht!!
    Meine Tochter gehört zu Deiner Generation und wir beide haben ein sehr inniges Verhältnis, so dass ich das Eine oder Andere von eurer Zeitqualität mitbekomme. Es ist eine wunderbare Idee, darüber zu schreiben und dieses „leidige “ Sexthema auf den Tisch zu bringen. Denn vieles was unsere Gesellschaft uns so auftischt, macht unsicher, traurig und einsam und hat so gar nichts mit lustvoller Liebe zu tun. In meiner Generation war da noch vieles natürlicher. Aber vielleicht lag das auch daran, dass ich auf dem Land aufgewachsen bin. Ich komme jetzt nicht mit diesem blöden Satz: früher war alles besser…da wir schlicht und einfach von vielem keinen Plan hatten. Kein Internet, kein Handy. Wir sind nicht überflutet worden von Pornos und Körpern, die genau so auszusehen haben. Und trotzdem bleibt die Suche nach Liebe und erfüllter Sexualität die gleiche!! Und ich muss Marlene Recht geben. Sie schreibt „weiter oben“ , dass nur der Körper altert. So bleibt das Thema Liebe und Sex für alle spannend und ich freue mich auch schon auf den 2.Teil!! Sei umarmt lieber Fabian und vielen Dank nochmal für Deinen Mut und Deinen Wunsch, Deine Erfahrungen mit uns zu teilen!!

  25. Marlene Feltrin 3. Oktober 2016 um 21:35 Uhr - Antworten

    Lieber freier Geist, Lieber Fabian
    Ich bin eine ganz andere Generation als du vielleicht könnte ich vom Alter her deine Mama sein.
    Blöd ist das nur der Körper älter wird, das was in uns lebt nicht. Sex ist ein Thema für mich seit ich in der Pubertät war. Jahrzehnte lang habe ich versucht zu funktionieren, lustvoll zu sein , erfüllten Sex zu erleben , gelungen ist es mir nie. Neidisch habe ich den Berichten anderer gelauscht was die so alles erlebt haben. Ich wäre schon froh gewesen mal lust zu haben, gehört ja schliesslich zu einer Liebesbeziehung. Die frage in mir , was stimmt nicht mit mir. Ich wünsche mir, dass ich Sexualität nicht mehr auf einen Orgasmus reduziere und hoffe das ich mir in diesem Leben noch andere Erfahrungen gönne. Danke das du machst was du machst. Marlene

  26. Michaela 3. Oktober 2016 um 19:39 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian,

    ich danke dir von Herzen dafür, dass du deine Erlebnisse mit uns teilst! Als ich das Thema deiner heutigen Rundmail gelesen habe, kam ich aus dem Grinsen kaum noch heraus. Warum war das so? Weil du genau mein Thema getroffen hast! Ich beschäftige mich jetzt schon seit längerem mit Tantra und dachte erst, dass ich so ziemlich die Einzige bin, die sich damit auseinandersetzt. Aber in letzter Zeit höre ich von immer mehr Menschen, denen es auch ein großes Anliegen ist, die Liebe in den Sex zu bringen und mit den Tabuthemen und dem Leiden zu brechen. Das ist unglaublich! Jede Begegnung bestärkt mich wieder darin, dass ich auf dem richtigen Weg bin und lässt mich noch mutiger werden das Thema in die Welt hinaus zu tragen.
    In mir ist beim Sex von Anfang an eine große Sehnsucht gewesen und jetzt weiß ich, dass es die Liebe war, nach der ich mich gesehnt habe. Ich glaube, wenn alle Menschen Tantra praktizieren würden, wäre unsere Welt eine friedlichere. In mir hat dadurch einiges zu Heilen begonnen.
    Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil deiner Geschichte und bin gespannt wo dich dein Weg noch hinführt. :)

    Herzliche Grüße
    Michaela

  27. Martina 3. Oktober 2016 um 14:16 Uhr - Antworten

    Hallo Fabian!
    Danke, dass du den Mut hast es in Worte zu fassen, die jedenfalls bei mir, eine Flut an Gefühlen auslösen, die nur im positivsten sind 😃. Als Frau sehne ich besonders in letzter Zeit endlich aussteigen zu können aus dem kopfgesteuerten Sex, der so ziemlich alles kaputt macht, was möglich wäre, ich hol das dann in meinen Träumen nach 😉, aber würde es auch gerne hier schaffen. Ich glaube bei uns Frauen ist da noch einiges an Mut, SELBSTLIEBE (egal ob dick oder dünn) und Vertrauen von Nöten um da wirklich hinzukommen, da mir die Geschichte und die Medien ziemlichen Müll ins Gehirn gesetzt haben ( vielleicht auch so manch anderer Frau)…ich freu mich auf jeden Fall auf den 2ten Teil und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du weiter auf den Flügeln des Adlers schwingst, hinein in die geniale Zeit, die vor uns allen liegt. Fühl dich umarmt 😊

  28. Michael 3. Oktober 2016 um 11:36 Uhr - Antworten

    Hi Fabian,
    auch wenn wir uns für so aufgeklärt halten, Sex ist immer noch ein großes Tabu-Thema. Es ist aufgeladen mit vielen Erwartungen und Vorurteilen. Das Internet hat durch den leichten Zugang zu Pornos die Situation leider nicht verbessert. Männer und Frauen konditionieren sich dadurch und das sorgt dann für Frust, wenn es zum „richtigen“ Sex kommt.
    Ich finde es gut und mutig, dass du deine Gefühle und Ansichten dazu schreibst. Auch gerade, was Tantra wirklich ist. Tantra ist eine Geisteshaltung und nicht einfach nur verschiedene Sexstellungen, wie die meisten meinen. Der körperliche Akt ist nur ein Teil vom Tantra. Wahrnehmung, spüren und Atmen gehört genauso dazu.

    Ich freue mich auf den zweiten Teil.

    VG
    Michael

  29. Sandra 3. Oktober 2016 um 11:30 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian, die Geschichte hat mich sehr berührt, da ich in den letzten Wochen genau mir dieses Thema anschauen durfte. Mit einem Mann im Kontakt zu sein, der seinen Körper (Bauch) nicht liebt und zu tief verletzt war von der alten Beziehung. Anstelle das wir versucht haben unsere Wunden gegenseitig zu heilen, wurde ein versucht ein Ersatz Modell für das verlorene zu finden und die Wut die noch in einem war zu überdecken mit einem Anforderungsprofil und Abhacklisten. Sex auf dieses Basis ist leider nicht erfüllend, weil das Herz nicht offen ist und keine Verbindung statt findet. Ja an Tantra habe ich nie gedacht und ob es auch mir als Frau helfen kann, damit vielleicht erstmal selbst meine Verletzungen heilen. Danke für deinen Anstoß lieben Gruß Sandra

  30. rainer 3. Oktober 2016 um 10:28 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian, ich kann nur sagen dass ich so begeistert und berührt bin von deinen Geschichten, die auch meine (wahrscheinlich sehr vieler, wenn nicht aller) sein können. Ich freu mich sehr, dass du sie mit deiner Gabe zu schreiben für viele (und ich wünsche dir noch viele viele mehr) zugänglich machst. Ich wünsche dir viel Erfolg auf der Buchmesse!!!! lg rainer

  31. Anja 3. Oktober 2016 um 10:16 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian Freigeist,

    ich freue mich sehr in Dir einen wirklichen Freigeist und Seelenverwandten kennenzulernen.
    Ich bin 48 und begleite auch Menschen auf ihrem Weg ein Leben nach ihrem Herzen zu führen. Gerade das Thema Sexualität und Liebe liegt mir sehr am Herzen. Und das Du jetzt Deine Berührung mit heilender Tantra Massage mit uns teilst finde ich ganz besonders. Ich freue mich auf den zweiten Teil und hoffe Dich auf der Buchmesse oder wann auch immer die Zeit ist, Dich einmal kennenzulernen.
    Von Herzen Anja

  32. Eva Wilfling 3. Oktober 2016 um 10:10 Uhr - Antworten

    Hi lieber Fabian,
    ein großes Kompliment an dich….deine Geschichten, wie du sie schreibst, sind meiner Meinung nach deshalb so toll, weil du immer authentisch bleibst! Mach weiter so 😉 freu mich schon mehr von dir zu lesen! ☺ Alles Liebe Eva

  33. Heike 3. Oktober 2016 um 8:37 Uhr - Antworten

    Guten Morgen Fabian !
    Interessanterweise habe ich mich erst vor kurzem mit einem sehr lieben und langjährigen Freund über dieses Thema unterhalten. Ich bin ja nun auch schon ein bisschen älter, habe durchaus Lebenserfahrung, aber Tantra ? Tantra fehlt noch – und ich bin nicht nur neugierig auf die Fortsetzung Deiner Geschichte, sondern auch auf eigene Erfahrungen damit….
    Fühle Dich umarmt und bedankt für Deine immer wieder inspirierenden Geschichten

  34. Claudia 3. Oktober 2016 um 4:31 Uhr - Antworten

    Ich glaube, da trifft der „Freigeist“ den Zeitgeist. ☺
    Ich bin auf die Fortsetzung gespannt.

  35. Daniel 3. Oktober 2016 um 2:40 Uhr - Antworten

    Danke Fabian für den ersten teil deiner Geschichte und deinen Erfahrungen.. ich bin schon auf den zweiten teil gespannt! Auch ein Dankeschön für alle Geschichten die ich bis jetzt von dir lesen durfte. . Desweiteren freue ich mich dich auf der Buchmesse in ffm sehen und hören zu dürfen. . Mit vielen grüßen aus Manhattan ny.
    Daniel

  36. Amrita 2. Oktober 2016 um 23:41 Uhr - Antworten

    Sehr schön! Ich bin auf die Fortsetzung gespannt. Danke. ^_^

  37. Mia 2. Oktober 2016 um 22:12 Uhr - Antworten

    Lieber Fabian! Vielen Dank dafür! :)

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